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Aichach, 18./19.07.2026 Leo Trumpp und Matias Neutzler: Das fliegende Doppelzimmer
 Zusammen aus Rothenburg und Feuchtwangen angereist, zusammen im Zwei-Bett-Zimmer übernachtet und zusammen auf Platz eins und zwei
auf dem Siegerpodest: Leo Trumpp und Matias Neutzler gewinnen überlegen Gold und Silber im Stabhochsprung bei den Bayerischen U20
-Meisterschaften in Aichach. Zur Silbermedaille springt die 13-jährige Isabel Rollsing, die zur W14 hochgestartet war.
Die Stabhochsprunganlage in Aichach ist etwas speziell. Um den Regenwasserablauf zu gewährleisten neigt sich die 50 Jahre alte Konstruktion
der Kunststoffbahn merklich zu Einstichkasten und Landematte hin. Die dadurch deutlich höhere Anlaufgeschwindigkeit muss nach dem Absprung turnerisch erst in einer ungewohnt anderen Schwungharmonie umgesetzt werden.
Leo Trumpp kommt damit bestens zurecht. Schon 2023 hatte er in Aichach im Trikot des TuS Feuchtwangen nach drei Jahren Training im
Stabhochsprung-Stützpunkt Ansbach mit dem Sieg bei den Süddeutschen Meisterschaften in der M14 seinen bislang höchsten Titel gewonnen.
Auch drei Jahre später, als 17-jähriger nun im Trikot des TSV Gräfelfing, half Trumpp der schneller mögliche Anlauf mit rund 8,2 m/s seine feine
Technik perfekt in der Mitte der Latte bis zu seiner Bestleistung und der Bundeskadernorm von 4,80 Meter im ersten Versuch in Höhe umzusetzen. Das war Gold wert.
Eine Woche nach seinen 4,92 Meter und dem vierten Platz bei den Deutschen Meisterschaften zeigten die Messwerte für Matias Neutzler ein
Anlauftempo bei hohen 8,6 m/s. Etwa schneller kamen durch die hohe Bewegungsenergie die Beine des Ansbachers im Aufschwung nach vorne.
Der Sprungablauf ging in einem kühlen Rückenwind am frühen Sonntagmorgen auch etwas flacher nach oben wie noch eine Woche zuvor. Doch
bei 4,70 Meter stand für Neutzler der zweite Platz mit der Silbermedaille fest. Zudem konnte sich der 18-jährige nach seiner Bestleistung von 4,92
Meter über die Nominierung zum U23-Länderkampf am 19./20. September im Südtiroler Trient freuen.
Isabel Rollsing hat wie Trumpp und Neutzler in jungen Jahren am Stabhochsprung-Stützpunkt Ansbach mit dem Training und mit Meisterschaften
begonnen. Nach drei Mittelfränkischen Rekorden in der W12 und drei weiteren heuer in der W13 trat die Sportlerin des TSV Ansbach mit einer
Bestleistung von 2,90 Meter im Feld der älteren W14 sogar als Medaillenkandidatin an. Trotz des emotionalen Umfelds einer ersten großen
Meisterschaft zeigte sich die 13-jährige schneller und sicherer, die 2,90 Meter für die Silbermedaille überflog sie klar im ersten Versuch. „Der
Stab ist heute gut zu mir“ sagte Rollsing dem Landestrainer. „Wir haben viele Stäbe, die sind noch viel besser zu dir“ drückte dieser seine
Wertschätzung für die Nummer zwei in Deutschlands 2013er-Bestenliste und neu ernannte Landeskadersportlerin aus.
Carina Kilian vom TSV Ipsheim hatte in der Hallensaison in einer engen Stabhochsprung-Entscheidung den Bayerischen Meistertitel der Frauen
gewonnen. Dieselben Springerinnen waren nun in der U23 dicht zusammen. Diesmal musste Kilian höhengleich bei 3,25 Meter aufgrund eines
Fehlversuches den Sportfreundinnen die Podestplätze überlassen und wurde Vierte. Der erst 12-jährige Samuel Mayle (TSV Ansbach) hatte die
Norm für die M14 und startete als einziger Stabhochspringer seines Jahrgangs bei den Älteren. Seine Bestleistung von 2,40 Meter bestätigte Mayle dann auch in Aichach und belegte damit Rang zehn.
Zweimal zur Siegerehrung der besten Acht durfte U18-Athletin Zoé Wilzin, die zur Vorbereitung auf ihren Siebenkampf am kommenden
Wochenende in die U20 hochstartete. Im Weitsprung wurde die Ansbacherin mit 5,05 Meter ebenso Achte wie im Hochsprung mit 1,46 Meter.
Trainingspartnerin Catharina Huber vom TSV 1860 Ansbach wurde höhengleich mit der Vierten wegen zweier Fehlversuche mit 1,51 Meter
Hochsprungsiebente der U20. Bei ihren 27,47 sec im Vorlauf über 200 Meter zeigte Wilzin eine starke Kurve und eine neue Bestleistung, zum
Erreichen des Endlaufs hätte auch das letzte Drittel auf diesem Niveau bleiben müssen.
Als 13-jährige hatte Marie-Sophie Niebling im 800-Meter-Lauf die Qualifikation zur Meisterschaft der ein Jahr älteren W14 klar unterboten. Zum
Tempo der Besten konnte sie nun in ihrem Zeitlauf auch deren taktisches Niveau hautnah erleben. Mit einem fünften Platz und 2:34,89 min war
Niebling im Vorderfeld ihres Laufes und in der Gesamtwertung mit Rang 16 im Mittelfeld.
Für den noch zwölfjährigen Ben Möbus (TuS Feuchtwangen) waren es
die ersten Bayerischen Meisterschaften über 3000 Meter. Er startete hier in die Altersklasse M14 hoch. In einem sehr schnellen Rennen über die siebeneinhalb Stadionrunden verbesserte er sich um 20 Sekunden
auf nunmehr 10:23,82 Minuten und belegte damit im vierzehnköpfigem Feld einen beachtlichen sechsten Platz. In der Hochsprungentschei dung der M14 übersprang sein Vereinskollege
Janto Späth unter schwierigen Bedingungen nach einem Regenschauer die Höhen von 1,45 m und 1,50 m auf Anhieb. Dies sollte sich auszahlen, da er unter vier höhengleichen Springern aufgrund der
Fehlversuchsregel somit als Bester den siebenten Platz sichern konnte. Dreimal ging Emma Lautner, ebenfalls vom TuS Feuchtwangen, in den Entscheidungen der W15 an den Start. Im Vorlauf
über 80 Meter Hürden verbesserte sie ihre Bestmarke im Vorlauf um zwei Zehntel auf nunmehr 12,47 Sekunden. Im Finale belegte sie mit 12,75 Sekunden Rang Sieben. Ihre 13,16 Sekunden über 100
Meter reichten leider nicht für das Finale der besten Acht. Die Weitsprungkonkurrenz war von böigem Gegenwind gekennzeichnet. Emma Lautner sicherte sich hier mit ihren im zweiten Durchgang bei
schwächerem Wind erzielten 4,93 Metern wie bereits über die Hürden ebenfalls den siebenten Platz. Die Zwillingsschwestern Maya und Nina Johnson vertraten in den Entscheidungen der Altersklasse
W14 die Farben des TV Leutershausen. Zunächst standen für das Duo die Vorläufe über 100 Meter auf
dem Programm. Bei völliger Windstille fehlte hier die Rückenwindunterstützung. Trotzdem gelang es Maya Johnson, ihre persönliche Bestleistung
leicht zu steigern. In 13,57 Sekunden belegte sie in ihrem Vorlauf den fünften Platz. Nina konnte hingegen nicht an ihre Bestleistung anknüpfen. Sie belegte in ihrem Vorlauf mit 13,83 Sekunden Rang Sieben.
Beim Hochsprung mit 18 Teilnehmerinnen zeigte Maya Johnson eine gute Leistung. Die Anfangshöhen von 1,36 m und 1,41 m übersprang sie
jeweils im ersten Versuch. Für 1,46 m benötigte sie einen zweiten Anlauf, welchen sie erfolgreich meisterte. An der Höhe von 1,51 m scheiterte
sie im zweiten Versuch knapp. Hinter den fünf Erstplatzierten beendeten sieben Springerinnen ihren Wettkampf mit übersprungenen 1,46 m, aufgrund der Fehlversuchsregel bedeutete es somit für Maya Johnson Rang Neun.
Für Nina Johnson lief es in der Weitsprungentscheidung nicht wie gewünscht. Beim Einspringen traf sie den Balken optimal, im Wettkampf wollte
dies nicht mehr gelingen. Ihre im dritten Durchgang erzielten 4,38 Meter reichten im 21-köpfigem Feld nicht für den Endkampf der besten Acht.
Marius Metz (TSV 2000 Rothenburg), ebenfalls in der TVL-Trainingsgruppe aktiv, stieg in der Hochsprungentscheidung der U20 bei 1,73 m in
den Wettkampf ein und meisterte diese Höhe im zweiten Versuch. Die anschließenden 1,78 m übersprang er souverän im ersten Anlauf. Für die
1,83 m benötigte er alle drei Versuche, ehe auch diese Höhe geschafft war. An der nächsten Höhe von 1,88 m, drei Zentimeter über seiner
persönlichen Bestmarke scheiterte er jedoch und belegte somit mit seinen übersprungenen 1,83 m den sechsten Platz.
Der Neuendettelsauer Benedikt Dörr (TSV Zirndorf) verbesserte über 110 Meter Hürden der Altersklasse U23 seine persönliche Bestmarke auf
15,41 Sekunden und belegte damit Rang Drei. In der Dreisprungentscheidung holte er sich mit 12,60 Metern die Silbermedaille. Gleich zweimal
ging seine Vereinskameradin Christiane Hecht in den Entscheidungen der U20 an den Start. Über 400 Meter steigerte sich die Ansbacherin um
eine halbe Sekunde auf 62,35 Sekunden und belegte damit unter 20 Sprinterinnen Rang Elf. Auf der doppelt so langen Distanz lief sie mit 2:21,78
Minuten die zweitbeste Zeit ihrer Karriere, was am Ende Platz Sieben bedeutete.
Ben Dreßel (LAC Quelle Fürth), der in früheren Jahren für den TSV Emskirchen und den TSV Burghaslach startete, verbesserte sich über 800
Meter um über eine Sekunde auf 2:00,90 Minuten und belegte damit in der U23 den sechsten Platz. Bericht: Erich Grau, Jörg Behrendt I
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