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Wattenscheid, 25.07.2026
Silber für Florian Bremm - Lukas Kleinschrodt Vierter
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Bericht: Alexander Keck (FLZ)
Bei der deutschen Leichtathletik-Meisterschaft musste sich der favorisierte Florian Bremm aus Colmberg über die 5000 Meter mit Silber begnügen. Der Ansbacher Lukas Kleinschrodt belegte über die Hürden Rang Vier.
240720261014Im Wattenscheider Lohrheidestadion entwickelte sich über die fünf Kilometer ein typisches, zunächst eher langsames Meisterschaftsrennen. Mit jeweils rund drei Minuten für die ersten Kilometer ließ sich das Feld ziemlich viel Zeit. Bremm lief locker im vorderen Mittelfeld mit, um dann in der zweiten Rennhälfte zu forcieren. Drei Runden vor Schluss übernahm der mehrfache Deutsche Meister die Spitzenposition und führte das Feld auch in die letzte Runde.
In dieser wurde das Rennen sehr schnell. Einen Angriff von Maximilian Thorwirth konnte Bremm im Spurt noch abwehren, doch der enormen Endgeschwindigkeit von Frederik Ruppert (LAV Stadtwerke Tübingen) musste sich Bremm geschlagen geben. Der Europarekordler über 3000 Meter Hindernis holte sich in 14:08,15 Minuten den Titel vor Bremm (Franconia Athletics, 14:09,03). Dritter wurde Thorwirth in 14:11,15 Minuten.
„Natürlich will man immer gewinnen und ich habe in Hinblick auf die Europameisterschaft auch schon viel trainiert. Aber dass ich jetzt so platt im Rennen bin und mich so müde fühle, hätte ich nicht gedacht. Es war jetzt schon nicht so toll für mich, dass Freddy so auf den letzten hundert Metern an mir vorbeigeschossen kommt”, sagte Bremm, „auf den letzten tausend Metern habe ich mich auch nicht so frisch gefühlt. Deswegen denke ich, dass ich mein Training für die EM jetzt anpassen muss.”
Auf den Punkt topfit präsentierte sich bei der DM dagegen Lukas Kleinschrodt, der lange Jahre sehr erfolgreich für den TSV Ansbach an den Start ging und dann aus beruflichen Gründen zu Brillux Münster wechselte.
Dort hat er noch einmal einen Sprung nach vorne gemacht. In diesem Jahr steigerte er seine Bestzeit über die 100 Meter Hürden auf 14,20 Sekunden und holte Silber bei der U23-DM.240720261004
Fast hätte es für den 22-Jährigen überraschend auch bei den Männern zu einer Medaille gereicht. Zunächst setzte Kleinschrodt im Halbfinale mit einer neuen Bestleistung von 14,03 Sekunden ein Zeichen, qualifizierte sich als Zweiter sicher für das Finale und katapultierte sich mit dieser Zeit auf Rang drei aller Halbfinalisten. Dabei waren zunächst starke Nerven gefragt. Im dritten und letzten Vorlauf schnellte zu seiner Linken der Berliner Florian Näbelung zu früh aus dem Block und wurde somit disqualifiziert. Es folgte eine einminütige Diskussion mit dem Kampfgericht, bis sich sie verbliebenen Sieben zum zweiten Startversuch aufstellen konnten. Im Finale legte Kleinschrodt nach, lieferte unter den Favoriten die nächste Spitzenleistung ab und kam in neuer Bestzeit von 14,02 Sekunden auf Platz vier.
Dabei lag Kleinschrodt an den ersten Hürden zunächst etwas zurück, kam dann aber sehr gut über die letzten Hürden und sichetrte sich auf den letzten Metern im Auslauf den vierten Platz.
Den Titel sicherte sich Gregory Minoue (Tracksrunner Bonn, 13,51 Sekunden) vor Manuel Mordi (Hamburger SV, 13,61) und Stefan Volzer (Bayer Leverkusen, 13,80).
Bremms Vereinskollege Maximilian Berger finishte nach 14:12,59 min als Vierter, Nick Jäher als dritter Vertreter der Franconia Athletics finishte nach 14:19,09 min als Neunter. Nachdem alle 22 Läufer im Ziel waren, verabschiedeten sie gemeinsam vor dem Fanblock Maximilian Thorwirth vom aktiven Leistungssport. Bremm hat sich mit ihm in den letzten Jahren oftmals spannende Duelle geliefert.
Bilder: Screenshot Sportschau.de
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