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Bad Kissingen, 31.05.2026 Auf schöner Strecke lief es überraschend gut
Nach dem samstäglichen Hitzerennen lief es in der unterfränkischen Kurstadt am Sonntagmorgen überraschend gut. Grund dafür, dass ich zum 12.
Run&Fun Laufevent in Bad Kissingen einschlug, war der Umstand, dass dies die Heimatstadt von Kurt Weinmann ist und wir uns so wieder einmal treffen
konnten. Kurt war auch am Start, aber über 5,2 km als Walker, ich über die gleiche Distanz als Läufer. Die Anreise klappte, so dass ich 70 Minuten vor dem Start aus dem Zug
ausstieg. Bereits beim Umstieg in Schweinfurt traf ich erste Mitläufer. Im Eventareal angekommen, hiess es, sich erst mal eine Viertelstunde an der Anmeldung anzustellen. Immerhin ist dieses Event die größte
Laufveranstaltung im Kreis. Es waren von den Bambinis bis zum Marathon etwa 700 Teilnehmer. Das Wetter passte, es war kühler geworden und es wehte ein leichter Wind
durch das Tal der Fränkischen Saale. Es waren generell Pendelstrecken entlang des Flusses auf schönen Wegen. Für die 5 Kilometer-Strecke, welche tatsächlich etwa 200 Meter zu lang war, war somit die Wende hinterm
Gradierwerk. Startzeit 9:45 Uhr auf einem recht schmalen Weg. Irgendwie schaffte ich es noch, vorher im Kurpark so etwas wie eine Erwärmun g unterzubringe n, die Steigerungen waren dann
doch halbwegs locker. Dann standen wir in lockerer Aufstellung am Start. Ich ging erstmal nach vorne in der Erwartung, dass die Masse
gleich nachrückt. Dies war jedoch nicht der Fall. Immer wieder mussten wie auch mal an die Seite, da die schnellsten Marathonläufer ihre erste Runde vollendet hatten und
nun die zweite Hälfte in Angriff nahmen. Die Drohne wollte dann nicht starten, dem Sprecher fiel der Laufsprecher von der Drucklufttröte ab, aber um 9:49 Uhr wurde
dann doch kurz heruntergezählt. Ich stand hier mit dem späterem Gesamtsieger Christian Dürr und dem späteren Zweiten Fabian Göbel in der ersten Reihe. Bei Null
tat ich sofort an, kurzer Berührungskontakt mit Christian Dürr, Motto erst mal “Nichts wie weg”. Ich hatte den besseren Start, doch nach zwei Metern war Christian dann
vorbei. Doch schnell fädelte sich alles ein, bald war genug Platz zum einsortieren. Es dauerte nicht lange, dann war die Lockerheit da. Zunächst wurde ich
logischerweise noch überholt, doch irgendwann liefen alle fast das gleiche Tempo. Von vorne kam inzwischen die Dinkelsbühler Ultraläuferin Purity Jenninger, welche
wie gewohnt in kenianischer Masaitracht und Sandalen lief. Später, am Gradierwerk kam dann auch die Spitze unseres Rennens entgegen und da
wusste ich, dass die Wende nicht mehr allzuweit war. Vorher kam aber noch die Wasserstation mit einem kritischen Augenblick, als ein Helfer kurz vor mir vorsprang, um Becher aufzusammeln.
Dann die Spitzkehre und nun also zurück. Es lief gut, ich konnte wieder ein paar Plätze gutmachen. Im Gegenverkehr war Kurt unterwegs, wir
grüßten uns kurz und er meinte später, dass ich gut ausgesehen hätte. Purity kam auch wieder von vorne, sie hatte noch 20 Kilometer vor sich. Auf
der Brücke 300 Meter vor dem Ziel passierte ich dann im zweitem Anlauf den jungen Noel Förster im blauweißem Messi-Trikot. Spitzkehre 50
Meter vor dem Ziel - da kam “Messi” alias Noel wieder vorbeigeschossen wie Messi beim Antritt zum Torschuss. Das war mir aber egal. Für mich
war es dann im Gesamteinlauf Rang 15 und in der M60 der zweite Platz, Jürgen Beier hier war etwa eine Minute schneller. Die Zeit für die 5,2 Kilometer war 25:37 Minuten, also ein guter 4:56er Schnitt.

Ich wartete dann auf Kurt, Gruppenfoto mit Kurt und Verena, dann setzte der Regen ein und wir verzogen uns erstmal ins Zelt. Später war dann die Siegerehrung der Walker, welche Kurt gewonnen hatte.
Dann sassen wir beide noch im “Kaffeklecks” am Marktplatz eine Stunde auf zwei Bier und einen sehr leckeren Kuchen beisammen, bis es wieder zum Bahnhof ging. Fotos: Petty Varasano Mainpost

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