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Unterwurmbach, 18.07.2009
Spannender Zweikampf: Andreas Straßner schlägt Christian Strauch

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Zum 15. Mal veranstaltete der SV Unterwurmbach den Altmühlseehalbmarathon, doch es war bereits die 24. Auflage des Altmühlseelaufs, der bis 1994 als reiner Staffellauf stattfand. 540 Läufer und Läuferinnen ließen sich das einzigartige Erlebnis des Rundkurses auf dem Damm des namensgebenden Sees nicht nehmen. Das engagierte Team des SV Unterwurmbach sorgte zusammen mit zahlreichen freiwilligen Helfern einmal mehr für rundum zufriedene Teilnehmer Im Achterbahnsommer 2009 war diesmal kühles und windiges Wetter angesagt . Manch einer hatte seine Probleme mit dem abrupten Temperatursturz, andere freuten sich über die Abkühlung . Nur den Wind verfluchten alle. „Eigentlich war überall Gegenwind“, kommentierte Andreas Straßner den leicht drehenden Seitenwind, der kurzzeitig auch Regen mitbrachte.
Der Vorjahressieger trägt die schwere Bürde des Favoriten. Da ging es dem Wolframs-Eschenbacher Christian Strauch vom Team Injoy Ansbach nicht anders. Vor Jahresfrist siegte der 25-Jährige Ausdauersportler in 1:15:52 Std und damit bereits zum zweiten Mal auf diesem Rundkurs. Nach zwei Kilometern, noch auf den Straßen von Unterwurmbach, fand sich ein Duo zusammen, dass nach etlichen eher einsamen Entscheidungen der Vorjahre heuer für einen spannenden Zweikampf an der Spitze sorgte. Andere „Schnellstarter“ waren eingeholt, dann bestimmen Christian Strauch, einer der Leistungsfräger im Kreis Ansbach, und der für die TSV 08 Roth startende Schambacher Andreas Straßner, einer der Top-Athleten des Nachbarkreises Roth, das Geschehen. Kilometer für Kilometer legten beide auf dem eher schwierig zu laufenden Untergrund zurück, zur Linken der See und immer Wind. Beide bauten auf einen schnellen Schlussabschnitt. Etwa bei Kilometer 15 riskierte Straßner einen kurzen, aber heftigen Vorstoß. „Da musste ich ihn einfach ziehen lassen, das war die Entscheidung“, so Strauch. Er sah seinen Bezwinger aber immer vor sich. Es waren keine 100 Meter, doch eine einmal aufgebrochene Lücke ist meistens nicht mehr zu schließen. Und Straßner ist ein sehr vielseitiger Läufer, bei der Bahnlaufserie des ESV Treuchtlingen machte er mit seinem 1000m-Sieg auf sich aufmerksam. Bei 1:13:13 Std. blieben die Uhren für den 30-Jährigen stehen, gerade einmal 19 Sekunden später folgte Strauch. „Da unterbiete ich meine Streckenbestzeit um mehr als zwei Minuten und konnte nicht gewinnen – der Altmühlseelauf 2009 hat einen verdienten Sieger“, so der Kommentar des Unterlegenen. Rang 3 ging mit klarem Abstand in 1:14:54 Std. an den Münchner Oliver Neumann.
Meistens sehen die Konkurrenten von hinten nur zwei schwarze Zöpfe und wissen: vor ihnen wird einmal mehr das ewig junge und oft auch auf den Laufstrecken unseres Kreises ausgetragene M45-Duell zwischen Karl Rathgeb (DJK Ellwangen) und dem Kloster Sulzer Stefan Haider (FC Dombühl). Am Altmühlsee hatte der 49-jährige Elwanger als Gesamtachter in 1:22:59 Std. durch, hinter ihm erreichte der zwei Jahre jüngere Haider 54 Sekunden später das Ziel am Sportplatz und erwies sich damit als zweitschnellster Läufer unseres Kreises. Dritter in der inoffiziellen Ansbacher Wertung wurde Günther Schuh, Leistungsträger der Laufgruppe des TV Heilsbronn. Als 15. des Gesamteinlaufs belegte er in 1:24:49 Std in der M40 Rang 5. Und dann war da zwei völlig unbeschriebene Blätter: Der Sachsener Christian Schlötterer wurde in 1:25:42 Std Neunzehnter und der ebenfalls vereinslose Ansbacher Sebastian Rieger verfehlte in ausgezeichneten 1:25:59 als 21. nur um 10 Sekunden einen Platz unter den Top-Twenty. Ein Rekord bleibt aber wohl für sehr lange Zeit ungebrochen: sieben Mal stand der Meinhardswinder Paul Sichermann (TSV Ansbach), gleichzeitig auch Streckenrekordinhaber, ganz oben auf dem Treppchen. Und der Unterwurmbacher Walter Kübler, ohnehin als Vielstarter bekannt, war bei allen fünfzehn Altmühlseehalbmarathons dabei.
Die Platzierungskämpfe der Frauen laufen inmitten des Männerfeldes meistens im Verborgenen ab. Die Entscheidung war heuer aber eindeutig: Simone Track (TS Herzogenaurach) siegte deutlich in sehr guten 1:26:27 Std. Rang 2 ging hier an Jenny Silano vom TV Heilsbronn, die sich auf den langen Strecken in unserer Region als eine der Leistungsträgerinnen erwiesen hat. 1:33:28 lautete ihre Endzeit, mit der sich auch ihre Altersklasse W35 für sich entschied. Angelika Hofmann vom ETSV Lauda wurde in 1:37:50 Dritte.
Zum dritten Mal stand die kurze Distanz über 7,4 km auf dem Programm. Der Kurs führte ebenfalls durch Unterwurmbach bis fast an den See und zurück. Nicht nur die NASA kann einen Countdown unterbrechen. Als fünf Sekunden vor dem Start noch Läufer auftauchten, war die Pause auch etwas länger, bis dann weitergezählt wurde und sich 103 Starter auf die Reise machten. Am Ende konnte sich Premierensieger Thomas Czernicky vom TuS Feuchtwangen in 26:37 min erneut durchsetzten. Der Streckenrekord von Vorjahressieger Roland Rigotti (TSV Neuburg) von 25:28 blieb aber ungefährdet. „Nach 5 km schaute ich mich um, sah niemanden und dachte dann schon an den Mittwoch, den 5000 Metern von Ansbach“ so Czernicky. Bereits in Unterwurmbach setzte sich Christian Jechnerer von den Herrieder Aquathleten auf die zweite Position, doch er durfte sich nicht in Sicherheit wiegen. Daniel Spieß war immer in Lauferstellung und der Oettinger ist als Spurter bekannt. Doch Jechnerer erreichte an Ende in 27:08 min und damit mit 16 Sekunden Vorsprung vor Spieß das Ziel. Der Titel der schnellsten weiblichen Starterin ging bisher immer an den TSV Ansbach. Bei der Premiere siegte die Weidenbacherin Nadine Kießling, vor Jahresfrist erwies sich Angela Rothenberger in 29:27 min als die Schnellste. Heuer legte die 41-Jährige Brodswinderin noch etwas drauf und verbesserte ihren eigenen Streckenrekord als Sechste des Gesamteinlaufes auf 28:40 min.
Für viele einheimische Läufer dürfte es eine besonderes Erlebnis sein, in der engeren Heimat um bayerische Titelehren laufen zu dürfen. Mit der problemlosen Durchführung des diesjährigen Altmühlseelaufes legten die Organisatoren ihre guten Karten auf dem Tisch, gespannt darf man nun sein, ob der Bayerische Leichtathletikverband im kommenden Jahr zur 25. Auflage des Altmühlseelaufes den Zuschlag erteilt.

Bericht im Altmühlboten vom 20.07.2009:
Schnellster Sieger seit Sichermann
UNTERWURMBACH (ko) – Als Paul Sichermann 2001 bei seinem fünften von insgesamt sieben Siegen in Folge mit 1:10:41 Stunden den Streckenrekord aufstellte, war Andreas Straßner Zweiter. Beim mittlerweile «24 . Altmühlseelauf» des SV Unterwurmbach nahm der 30-jährige Schambacher nun zum zweiten Mal den Halbmarathon in Angriff und legte mit 1:13:13 die schnellste Siegerzeit außerhalb der von 1997 bis 2003 dauernden Sichermann-Ära vor.
19 Sekunden langsamer als Andreas Straßner, der sich am Altmühlsee lieber den Wind ins Gesicht blasen ließ als beim Zugspitzlauf im Schnee herumzurutschen, war Christian Strauch.Der Vorjahressieger hatte seine Startzusage mit einer Kampfansage verbunden, wusste aber schon beim «Warming up in Worma», dass er den Steckenrekord von Paul Sichermann nicht knacken würde. Denn das regnerische und 15 Grad kühle Laufwetter war für den 25-jährigen Lichtenauer «alles andere als ideal».
Der Startschuss durch den 2. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz verzögerte sich um fünf Minuten, weil einige Teilnehmer wegen eines Staus auf der Autobahn leicht verspätet eingetroffen waren. Christian Strauch ergriff sofort die Flucht nach vorn und führte das 450 Männer und 90 Frauen starke Halbmarathonfeld bis nach Unterwurmbach an. Bis Schlungenhof (8,5 Kilometer) leistete auch der Allgäuer Jürgen Wieser Führungsarbeit, doch die Vogelinsel (12,5) passierte schon der Münchner Oliver Neumann als Dritter und behauptete diese Position bis ins Ziel.
Nach der Streudorfer Brücke (14,5) zog dann Andreas Straßner an Christian Strauch unwiderstehlich vorbei und davon. Trotz des «eigentlich immer von vorn kommenden Windes» baute der zweimalige Gewinner und wieder Gesamtführende des Läufer-Cups im Leichtathletikkreis Mittelfranken-Süd vom Nagel-Running-Team der TSG 08 Roth auf den letzten sieben Kilometern seinen Vorsprung bis ins Ziel auf 19 Sekunden aus.
Hinter Strauch und Neumann und noch vor Wieser Vierter wurde bei seinem vierten Halbmarathon Dr. Karl Durst von der DJK Pleinfeld, der vom SVU-Vorsitzenden und «Stadion-Sprecher» Thomas Kratz ebenso namentlich im Ziel begrüßt wurde wie alle Finisher – und natürlich auch Friedrich Münz vom SSV Egenhausen, der nach 2:42:01 Stunden als 450. und Letzter das Ziel erreichte. Trotzdem durfte auch er sich als Sieger fühlen und war wie alle anderen stolz darauf, 21,1 Kilometer bei solch widrigen Bedingungen gemeistert zu haben.
Ein «Spendenlauf» war der Halbmarathon für Herbert Loy. Der Mitorganisator des Brombachseemarathon zog – von Sohn Nico und Jürgen Simon mit Fahrrädern eskortiert – als Scheich verkleidet einen kleinen Wagen um den Altmühlsee und sammelte 155 Euro für eine vierköpfige Familie aus Weißenburg. Am Abend legte der SV Unterwurmbach noch 50 Euro drauf.
Seine Kinder dabei hatte Armin Gebert aus Sammenheim, der die zehn Monate alte Natascha und den zweieinhalbjährigen Mathias im Jogging-Zwillingswagen nicht nur um den Altmühlsee schieben, sondern – und das «war viel anstrengender» – eine Stunde, 45 Minuten und sieben Sekunden auch noch unterhalten musste. Sein elfjähriger Sohn Jonas machte beim «Jedermannslauf» mit und wurde unter neun Schülern Sechster. Die 7,4 Kilometer mit 26:37 Minuten am schnellsten hinter sich brachte Thomas Czernicky vom TuS Feuchtwangen und bei den Damen wurde Carolin Seegmüller vom SV Unterwurmbach mit 33,20 Zweite.
Doch wieder zurück zum Halbmarathon, wo gleich 370 Männer unter zwei Stunden blieben. Von den 90 Frauen schaffte dies exakt die Hälfte und Simone Track von der TS Herzogenaurach mit einem Start-Ziel-Sieg den vierten Erfolg seit 2005. Einer der 22 schnelleren Männer war Friedrich Schübel, der mit der Nummer 50 nach 1:25:27 exakt eine Minute vor Simone Track das Ziel erreichte und schon am Vorabend seines runden Geburtstages die sechste Stadtmeisterschaft feierte. Bei «optimalen Temperaturen» verwies er seinen TV-Teamkameraden Herbert Lechner (1:28:04) und den für die Sparkasse laufenden Matthias Hirschmann (1:29:42) auf die Plätze. Der für den SV Unterwurmbach laufende Titelverteidiger Ralf Rudel aus Ornbau fing nach Krankheit und Verletzung erst vor ein paar Wochen wieder mit dem Training an und wurde mit 1:33:32 Sechster.
Noch öfter als Stadtmeister Friedrich Schübel und die drittschnellste Frau Angelika Hofmann aus Lauda (sie war bei ihrem sechsten Halbmarathon mit 1:37:50 neun Minuten langsamer als bei ihrem einzigen Sieg 2000) am Start war Walter Kübler. Der Cronheimer ist wohl als Einziger seit 1995 immer dabei und der «Halbmarathon-Mann» schlechthin. Für die 15. Teilnahme gab es für den 58-Jährigen natürlich die Startnummer «15» vom SV Unterwurmbach, dessen perfekte Organisation sogar dem Wettergott Respekt einflößte.
Denn erst nach einer Stunde begann es kurz zu regnen und als Dr. Rüdiger Burkhardt, Ireneus Tomczyk, Mike Lehnis, Christian Rieger (lief seinen ersten Halbmarathon), Dieter Funk, Stefan Mack, Gerhard Tremel, Friedrich Meyer, Horst Koller, Daniel Rüger, Peter Gebert und 3. Bürgermeister und FC-Vorsitzender Thomas Engelhardt nacheinander vor der Zwei-Stunden-Marke die Ziellinie überquerten, lachte sogar die Sonne.
Das wegen der hervorragenden Organisation, dem reibungslosen Ablauf, der tollen Strecke oder dem familiären Charakter auf den SV Unterwurmbach niederprasselnde Lob gaben die Hauptorganisatoren Erich Söllner und Werner Albrecht gerne und mit einem Riesendank verbunden an die rund 120 freiwilligen Helfer(innen) weiter. Denn die beiden «Macher» wissen, dass ohne die großartige Unterstützung der großen SVU -Familie, der Feuerwehren Unterwurmbach, Wald und Streudorf, des BRK, der Wasserwacht und der Polizei eine solche Veranstaltung in dieser Größenordnung nicht so toll laufen würde.