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München, 31.01./01.02.2026 Sanja Kropf erfolgreichste Westmittelfränkin

Volles Haus in der Werner-von-Linde-Halle in München: Zu den Bayerischen Hallenmeisterschaften gaben 1132 Teilnehmende aus 176 Vereinen insgesamt
1656 Einzelmeldungen ab. Sechs westmittelfränkische Vereinen waren stark vertreten, allein der TSV Ansbach stellte neun Athleten. Mit einer Gold- und einer Silbermedaille erwies sich die U18-Athletin Sanja
Krop f (TSV Burghaslach) als erfolgreichste westmittelfränkische Athletin. In 58,98 Sekunden entschied sie ihren 400 Meter-Zeitlauf und damit auch die Gesamtwertung
für sich. Im gleichem Zeitlauf kam ihre Vereinskameradin Friederike Mayer nach 60,35 Sekunden als Zweite ins Ziel, insgesamt bedeutete dies knapp geschlagen Rang Vier. Kropf ging zwei Stunden später
auch über 200 Meter an den Start. Im Gegensatz zu den beiden Erstplatzierten hatte sie bereits den Langsprint in den Beinen, konnte sich jedoch in einer knappen Entscheidung nach 25,50
Sekunden den dritten Platz sichern. Das TSV-Duo ging auch über 60 Meter an den Start. Sanja Kropf qualifizierte sich nach 7,96 sec als Vorlaufsiegerin dir ekt für das Finale, wo sie nach 7,98
Sekunden Sechste wurde. Friederike Meyer egalisierte mit 8,31 Sekunden ihre persönliche Bestmarke, es reichte jedoch nicht zum Weiterkommen. Ihr Vereinskollege Hannes Kreuzer verbesserte sich in 60-Meter-Vorlauf der
Männer um zwei Hundertstel auf 7,27 Sekunden. Am Ende eines zwölfstündigen Wettkampftages standen Mittel- und Langstreckenläufe auf dem Programm. Ben Vetter
(TV Leutershausen) startete über 3000 Meter der Altersklasse U18. Nachdem er sich vor Jahresfrist an gleicher Stelle mit der Tempoeinteilung verkalkulierte, lief der Lengenfelder diesmal ein sehr
kontrolliertes Rennen. Zunächst mit 40-Sekunden-Runden verhalten beginnend, machte er im Verlauf der 15 Runden Platz für Platz gut und belegte am Ende nach 10:03,68 Minuten Rang Fünf. Damit ve rbesserte er seine persönliche Bestmarke um drei Sekunden. Die Läufer der Aktivenklasse und der Altersklasse U20 starteten in einem gemeinsamen Rennen. Damit war
vom Startschuß an für ein hohes Tempo gesorgt. Der U20-Athlet Valentin Herrmann (TSV Ansbach) ließ sich anfangs davor zu sehr verleiten. Lange Zeit lag er in seiner Altersklasse auf dem
Bronzeplatz, doch in den drei Schlussrunden fehlten dem eigentlich spurtstarken Ansbacher dann die Kräfte. Seine 9:51,57 Minuten bedeuteten dann Rang Vier, zehn Sekunden fehlten zum Podium. Die Weihenzellerin
Christiane Hecht (TSV Zirndorf) sicherte sich über 800 Meter der U20 nach 2:25,38 Minuten die Bronzem edaille. Vom Startschuss an lag sie allein auf den dritten
Platz und konnte auch den Schlussangriff der Verfolgerinnen abwehren. Über 400 Meter verfehlte sie nur knapp ihre persönliche Bestmarke und belegte nach 63,55 Sekunden den zehnten Platz.
Im dritte Durchgang der Dreisprungentscheidung der U18 verbesserte Theresa Wetsch (TSV Dinkelsbühl) ihre persönliche Bestmarke um fünf Zentimeter auf 9,76 Meter und wurde damit Achte. 
Über 60 Meter der W15 waren bei 60 Teilnehmerinnen neun Vorläufe erforderlich, um die 16 Besten für das A- und B-Finale zu ermitteln. Emma Lautner (TuS
Feuchtwangen) konnte sich mit ihren 8,24 Sekunden, lediglich eine Hundertstel über ihren Hausrekord als Fünfzehnte für das B-Finale qualifizieren. Im selbigem verbesserte sie ihre Bestmarke auf 8,21 Sekunden und be legte damit in der Endabrechnung beider Finals Rang Zehn. In der Weitsprungentscheidung mit 21 Teilnehmerinnen verbesserte sie im zweiten Durchgang ihre
Bestmarke um vier Zentimeter auf 5,16 Meter. Zwischenzeitlich auf Rang Drei liegend, bedeutete dies in der Endabrechnung den fünften Platz. Ihre Vereinskollegin Malin Hübsch
wurde in der Weitsprungentscheidung der U18 mit 5,09 Metern, drei Zentimeter unter ihrer Bestweite Siebente. Über 60m der U20 war Ferdinand Kohl (TV
Leutershausen) vertreten. Nach einem guten Start verletzte er sich kurz vor dem Ziel am Beuger und konnte nicht mehr voll durchlaufen. Mit 7,72 sec blieb er nur knapp über seiner Bestleistung. Der Leutershäuser
Simon Körber, welcher seit Jahresbeginn für Munich Athletics startet, zeigte sich beim Hochsprung in bester Verfassung und sorgte mit 1,98 Metern für den höchste n Sprung des Tages. Nach seiner Anfangshöhe von 1,86 Meter folgten drei weitere
fehlerfreie Sprünge bis 1,95 Metern. Für die 1,98 Meter benötigte er zwei Anläufe, doch überwand er die Höhe mit einem technisch sehr guten Sprung. Als letzter verbliebener Athlet des Wettkampfes konnte er sich die
nachfolgende Höhe selber festlegen. Aus zweierlei Gründen entschied er sich, gleich auf 2,03 Meter zu steigern. Zum einem wäre es für ihn eine neue persönliche Bestmarke gewesen, zum ander en hätte er damit auch seinen
an der Anlage zuschauenden und auch anfeuernden Sportfreund Filip Hofmann um einen Zentimeter übertroffen. Vor allem der zweite und dritte Versuch sahen sehr
vielversprechend aus, die Latte blieb jedoch nicht auf ihren Trägern liegen. Der Ansbacher Filip Hofmann, welcher seit Jahresbeginn für den TSV Gräfelfing
startet, verzichtete aufgrund einer leichten Verletzung auf zwei Disziplinen und nahm lediglich am Kugelstoß der Männer teil. Dies jedoch mit einem sehr guten
Ergebnis. Bereits im ersten Durchgang steigerte er seine Bestmarke um drei Zentimeter auf 13,40 m, um beim fünften Versuch mit 13,70 Metern noch einen draufzusetzen. Dies bedeutete dann auch die Bronzemedaille.
Zweimal verfehlte die Sachsenerin Julia Brettschneider (TSV Deggendorf) knapp ihre persönlichen Bestmarken. In ihrem Vorlauf über 60 Meter finishte sie nach 8,29
Sekunden, über 200 Meter belegte sie nach 26,60 Sekunden bei den Frauen den zwölften Platz. Die Ornbauerin Amelie-Sophie Lederer entschied ihren Vorlauf in 7,59 Sekunden für sich und
sicherte sich im Zwischenlauf nach 7,62 Sekunden über die Zeitregel einen Platz im Finale. In diesem belegte sie nach 7,65 Sekunden Rang Fünf. Beim Stabhochsprung der U18 stieg der Feuchtwanger Leo Trumpp
(TSV Gräfelfing), nachdem alle Konkurrenzen ausgeschieden waren, bei 4,30 Meter in den Wettkampf ein und holte sich mit 4,50 Metern den Titel. Bei den Männern belegte der Neustädter Janosch Bimüller
(LAC Quelle Fürth) mit 4,00 Metern Rang Sechs. Sein Vereinskollege Ben Dreßel, früher beim TSV Burghaslach, belegte über 400 Meter der Männer nach 54,09 Sekunden Rang Zehn.

Seit acht Jahren gewinnt Carina Kilian vom TSV Ipsheim jede Saison mindestens eine Medaille bei Bayerischen Meisterschaften im
Stabhochsprung. Ob Halle oder Freiluft, eigene Altersklasse oder zusätzlich hoch gestartet: meist waren es sogar mehrere Podestplätze. Auch
das Jahr 2026 begann für die 20-jährige mit dem Bayerischen Meistertitel bei den Frauen optimal.
Die Entscheidung zwischen den vier annähernd gleich starken Medaillenkandidatinnen im Stabhochsprung fiel bei 3,20
Meter. Carina Kilian sprintete nervenstark gleich im ersten Versuch mit ihrem schnellsten Anlauf des Tages perfekt auf
den anvisierten Absprungpunkt und setzte diese hohe Energie turnerisch sehenswert in eine souveräne Lattenüberquerung um. Die anderen Springerinnen mussten in den zweiten oder dritten Versuch und so war die
Vergabe von Gold, Silber und Bronze zugunsten von Carina Kilian entschieden.
Eine Erfolgsgeschichte ist schon in ihrem ersten Monat die neue Startgemeinschaft
Westmittelfranken. In der U18 starten Sprinterinnen vom TuS Feuchtwangen und TSV 1860 Ansbach gemeinsam in den Staffeln. Über 4 x 200 Meter in der Halle verbesserte das Quartett aus Startläuferin
Malin Hübsch, Johanna Barth, Zoé Wilzin und Schlussläuferin Emma Lautner schon bei den Nordbayerischen Meisterschaften den Kreisrekord um deutliche fünf Sekunden. Bei den Bayerischen
steigerten sich die Läuferinnen jetzt noch einmal um eine Sekunde und drückten den Kreisrekord auf 1:53,58 min, Rang neun. Bei den Süddeutschen
Meisterschaften am kommenden Samstag ist in Frankfurt mit etwas flüssigeren Wechseln und vielleicht weniger Platzierungsgerangel auf der engen Rundbahn noch mal eine Verbesserung möglich.
Die Frauen der 4 x 200 Meter Staffel des TSV Ansbach mit Natalie Boß und den U20-Läuferinnen Anna Wenk, Catharina Huber und Amelie Dietrich kamen auf Rang acht in 2:00,08 min. Auch für die
Frauenklasse bedeutete dies einen neuen Kreisrekord. Boß war zudem über 60 Meter qualifiziert und kam in ihrem Vorlauf nach 8,58 sec durchs Ziel. Wilzin sprintete im U18-Vorlauf die 60 Meter in neuer Bestzeit von 8
,39 sec und belegte mit 1,50 Meter in Hochsprung Rang zwölf. Damit zeigte die Ansbacherin eine gute Basis für die Bayerischen Hallen-Mehrkampfmeisterschaften Ende des Monats. Diese sind auch das nächste Ziel von
Matias Neutzler (U20) und Jakob Sand (U18) vom TSV Ansbach. Neutzler steigerte sich im 60 Meter-Sprint um zwei Zehntel auf
7,31 sec und kam in den Finalläufen auf Platz zwölf. Bundeskader-Mehrkämpfer Jakob Sand startete außer Wertung über 60 Meter Hürden. Mit 8
,39 sec gelang dem 15-jährigen eine herausragende Bestzeit die ihn auf Rang sieben der Deutschen Bestenliste seines Jahrgangs 2010 führt.
   

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